PHILHARMONISCHES ORCHESTER LUXEMBURG
Musikdirektor und Chefdirigent: Emmanuel
Krivine
Fest verankert in der großen symphonischen
Tradition Europas verfolgt das Philharmonische Orchester Luxemburg eine ganz
besondere Karriere. Von Anbeginn an war seine Geschichte an die des Rundfunks
gekoppelt. Umwälzungen in der Rundfunklandschaft führten 1996 zur Übernahme des
Orchesters durch den Luxemburger Staat, der es in eine speziell zu diesem Zweck
gegründete Stiftung einbrachte, die nach dem ersten Chefdirigenten benannte
Fondation Henri Pensis. So kann das Orchester seinem öffentlichen Auftrag
nachkommen und sich im europäischen Musikleben durch die Dynamik seiner
Aktivitäten und die Qualität seiner Aufführungen auszeichnen.
Henri Pensis, Louis de Froment, Leopold Hager, David Shallon und Bramwell Tovey waren in etwas mehr als 70 Jahren des Bestehens die Musikdirektoren des Orchesters. Seit September 2006 ist Emmanuel Krivine Musikdirektor und Chefdirigent. Das Orchester hat seine Residenz in der Luxemburger Philharmonie. Mit seinen rund 100 Musikern bestreitet es in jeder Saison mehre prestigreiche Konzertzyklen und bleibt so, bei etwa 1000 Abonnenten pro Zyklus, seinem großen künstlerischen Potenzial treu. Andere Programme sind nicht weniger wichtig. Mit Flexibilität und Anpassungsvermögen ist das Orchester im Gleichtakt mit seiner Zeit und spielt zeitgenössische Musik, Oper im Grand Théâtre in Luxemburg, Live Cinema-Veranstaltungen sowie Jugend- und Familienkonzerte. Das Orchester hat sein eigenes Atelier für Musikerziehung, ’login-music’, das Schul-, Kinder- und Familienkonzerte ebenso organisiert wie Workshops, in denen die Jugendlichen selber Musik machen können und spielend das symphonische Repertoire erkunden. Taschenkonzerte in Schulen und Krankenhäusern sowie Projekte mit Lyzeen, wo ganze Schulklassen an der Vorbereitung von Abonnementkonzerten des Orchesters mitwirken, vervollständigen das Angebot.
Das Prestige des Philharmonischen Orchesters
Luxemburg erkennt man an den großen Musikern, mit denen es ständig
zusammenarbeitet. In der Saison 2008/9 sind das Lionel Bringuier, Aldo
Ciccolini, Bernarda Fink, Julia Fischer, Rafael Frühbeck de Burgos, Michael
Gielen, Soile Isokoski, Janine Jansen, Sergey Khachatryan, Nikolai Lugansky, Kazushi Ono, Jukka-Pekka Saraste,
Hugh Wolff und Tabea Zimmermann.
Das OPL entwickelt auch eine intensive Aktivität außerhalb Luxemburgs. In Europa führten Tourneen es nach Wien (Musikverein, Konzerthaus), Berlin (Philharmonie) München (Gasteig, Residenztheater, Herkulessaal), Frankfurt (Alte Oper), Salzburg (Festspielhaus), Paris (Théâtre des Champs-Elysées, Théâtre du Châtelet, Cité de la Musique, Salle Pleyel), Brüssel (Palais des Beaux-Arts), Amsterdam (Concertgebouw), London (
Barbican),
Moskau (Tchaikovsky-Konservatorium), Athen (Megaron) und Rom (Sala Santa
Cecilia). Im Jahre 2003 führte eine große Asien-Tournee
das Orchester nach Macao, China und Südkorea, und im Oktober 2004 machte es
seine erste Tournee in die Vereinigten Staaten. Rezente große Tourneen führten
das Orchester nach Spanien, in die Schweiz, nach Frankreich, Österreich und
Italien.
Durch die Übertragung aller Konzerte durch
Radio 100,7 und über das Netzwerk der Europäischen Rundfunkunion EBU hat das
OPL sehr oft ein Publikum, das weit über die Grenzen des Großherzogtums
hinausreicht.
Das Orchester hat mehr als dreißig
CD-Produktionen für das französische Label Timpani gemacht. Darunter befinden
sich die Gesamtaufnahme der Orchesterwerke und der Kammermusik von Maurice
Ohana, eine Gesamteinspielung der Orchesterwerke von lannis Xenakis sowie (in
vielen Fällen als Erstaufnahmen) Werke von Ernest Bloch, Lili Boulanger, Jean
Cras, Philippe Gaubert, Arthur Honegger, Klaus Huber, Ivo Malec, Bohuslav
Martinu, Gabriel Pierné, Francis Poulenc, Albéric Magnard, Albert Roussel,
Vincent d’Indy, Joseph-Guy Ropartz, Sylvano Bussotti und Hugues Dufourt. Diese
Schallplattenproduktionen wurden mit über 75 internationalen Preisen
ausgezeichnet, (u.a. mit dem ’Cannes Classical Award’ der MIDEM in Cannes 2002
für Gabriel Piernés ’Cydalise et le chèvre-pied’ als ’Record of the Year’ und
dem Deutschen Schallplattenpreis für die Oper ’Le Pays’ von Joseph-Guy Ropartz.
Die mehrfach preisgekrönte Oper ’Polyphème’ von Jean Cras (Leitung: Bramwell
Tovey) wurde in Paris mit dem Orphée d’Or ausgezeichnet.
Das Philharmonische Orchester Luxemburg wird
finanziell unterstützt vom Kulturministerium des Großherzogtums sowie von der
Stadt Luxemburg.



